Gasfedern
Gasfedern für Industrie, Maschinenbau und Fahrzeugtechnik
Gasfedern unterstützen kontrollierte lineare Bewegungen und werden zum Öffnen, Schließen, Heben, Senken, Halten oder Positionieren beweglicher Bauteile eingesetzt. Typische Anwendungen sind Klappen, Hauben, Türen, Abdeckungen, Maschinenverkleidungen, Möbel, Fahrzeugkomponenten sowie medizinische und technische Geräte.
Febrotec bietet Gasdruckfedern in zahlreichen Abmessungen und Kräften sowie Gaszugfedern, blockierbare Gasfedern und das passende Zubehör. Viele Standardausführungen sind direkt ab Lager verfügbar.
Die geeignete Gasfeder richtet sich insbesondere nach Einbaulänge, Hub, benötigter Kraft, Bewegungsrichtung und Befestigungspunkten.
Welche Gasfeder ist die richtige?
Gasdruckfedern mit Anschlussgewinde
Klassische Gasdruckfedern erzeugen eine ausschiebende Kraft. Sie unterstützen beispielsweise beim Anheben einer Klappe und können deren Gewicht teilweise oder vollständig ausgleichen.
Unsere Gasdruckfedern mit Anschlussgewinde ermöglichen die Kombination mit unterschiedlichen Endstücken und Befestigungen. Dadurch können sie flexibel an die jeweilige Konstruktion angepasst werden.
Die Auswahl erfolgt vor allem nach ausgefahrener Länge, Hub, Druckkraft und Anschlussgewinde.
Gasdruckfedern mit Augenenden
Gasdruckfedern mit geschweißten Augenenden besitzen bereits fest integrierte Befestigungsaugen.
Diese Ausführung eignet sich besonders, wenn keine austauschbaren Endstücke benötigt werden und eine kompakte, montagefertige Verbindung gewünscht ist. Bei der Auswahl müssen neben Länge, Hub und Kraft insbesondere die Abmessungen der Augen berücksichtigt werden.
Gaszugfedern
Während eine Gasdruckfeder die Kolbenstange selbstständig ausschiebt, arbeitet eine Gaszugfeder in umgekehrter Richtung: Die Kolbenstange wird in den Zylinder gezogen.
Gaszugfedern eignen sich deshalb für Konstruktionen, bei denen eine ziehende Kraft benötigt wird oder der vorhandene Bauraum den Einsatz einer klassischen Gasdruckfeder nicht zulässt.
Blockierbare Gasfedern
Blockierbare Gasdruckfedern ermöglichen nicht nur eine unterstützte Bewegung, sondern können zusätzlich in einer gewünschten Position arretiert werden.
Sie werden beispielsweise bei verstellbaren Sitzen, Arbeitsflächen, Bedienpulten, medizinischen Geräten und anderen höhen- oder neigungsverstellbaren Konstruktionen eingesetzt.
Zum Lösen der Blockierung ist ein passendes Auslösesystem erforderlich.
Endstücke und Befestigungen
Die Gasfeder muss beweglich und möglichst spannungsfrei mit der Konstruktion verbunden werden. Dafür stehen unterschiedliche Gasdruckfeder-Endstücke wie Gelenkaugen, Gabelköpfe und Kugelpfannen zur Verfügung.
Passende Gasdruckfeder-Befestigungen ermöglichen die Verbindung mit Klappen, Rahmen, Gehäusen und anderen Bauteilen.
Kugelgelenke können kleinere Winkelfehler während der Bewegung ausgleichen und sind daher für viele Konstruktionen besonders geeignet.
Für Anwendungen, bei denen eine ausgefahrene Gasdruckfeder gegen unbeabsichtigtes Einfahren gesichert werden muss, stehen zusätzlich Locking Tubes als mechanische Sicherung zur Verfügung.
So wählen Sie die passende Gasfeder aus
Für eine erste Auswahl sollten folgende Daten bekannt sein:
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Ausgefahrene Länge: Abstand zwischen den Befestigungspunkten bei vollständig geöffneter Konstruktion.
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Hub: Weg, den die Kolbenstange zwischen eingefahrener und ausgefahrener Position zurücklegt.
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Benötigte Kraft: Die erforderliche Kraft hängt unter anderem von Gewicht, Schwerpunkt, Hebelarmen und Anzahl der eingesetzten Gasfedern ab.
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Anschlussart: Gewinde, Auge, Kugelkopf oder andere Befestigung müssen zur Konstruktion passen.
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Einbaulage: Die Position der Befestigungspunkte beeinflusst Kraftverlauf und Bewegungsverhalten erheblich.
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Umgebungsbedingungen: Temperatur, Feuchtigkeit, Schmutz und chemische Medien müssen berücksichtigt werden.
Beim Ersatz einer vorhandenen Gasdruckfeder sind Angaben häufig direkt auf dem Zylinder zu finden. Besonders hilfreich sind die ausgefahrene Länge, der Hub, die Kraftangabe in Newton sowie die Anschlussabmessungen.
Die reine Kraftangabe reicht jedoch nicht aus. Zwei Gasfedern mit gleicher Kraft können aufgrund unterschiedlicher Längen, Hübe oder Befestigungspunkte ein völlig anderes Bewegungsverhalten erzeugen.
Hinweise zur Montage
Gasdruckfedern sollten möglichst ohne seitliche Kräfte auf die Kolbenstange montiert werden. Verkanten oder dauerhafte Radialkräfte können Führung und Dichtung belasten.
Bei klassischen Gasdruckfedern ist eine Einbaulage mit nach unten gerichteter Kolbenstange in vielen Anwendungen vorteilhaft. Das im Zylinder enthaltene Öl bleibt dadurch im Bereich von Dichtung und Führung.
Die Kolbenstange sollte sauber und frei von Beschädigungen bleiben. Sie darf nicht mit einer Zange gehalten, verkratzt, lackiert oder anderweitig mechanisch beschädigt werden.
Der maximal mögliche Hub sollte konstruktiv nicht als mechanischer Endanschlag genutzt werden. Separate Anschläge können verhindern, dass Gasfeder und Befestigungen unnötig belastet werden.
Gasfeder als Ersatzteil auswählen
Bei Fahrzeugen, Maschinen oder älteren Anlagen ist die ursprüngliche Gasfeder nicht immer eindeutig zuzuordnen. Eine Suche anhand technischer Daten ist deshalb häufig zuverlässiger als allein anhand der Geräte- oder Fahrzeugbezeichnung.
Messen beziehungsweise prüfen Sie:
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ausgefahrene Gesamtlänge,
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Hub,
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Kolbenstangen- und Zylinderdurchmesser,
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Kraft in Newton,
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Anschlussgewinde oder vorhandene Endstücke.
Ist keine Ausführung mit exakt identischen Abmessungen verfügbar, kann je nach Konstruktion eine technisch geeignete Alternative möglich sein.
Sicherheit im Umgang mit Gasfedern
Gasfedern stehen unter hohem Innendruck. Sie dürfen nicht geöffnet, angebohrt, erhitzt oder mechanisch verändert werden.
Eine Gasfeder mit deutlichem Druckverlust, beschädigter Kolbenstange oder undichtem Zylinder sollte ersetzt werden. Reparatur- oder Befüllversuche sollten nicht selbst durchgeführt werden.
Auch bei der Entsorgung ist zu berücksichtigen, dass sich Gas und Schmiermittel im Zylinder befinden. Defekte Gasfedern sollten daher fachgerecht entsorgt werden.
Häufige Fragen zu Gasfedern
Welche Kraft benötige ich?
Die benötigte Kraft hängt nicht nur vom Gewicht der Klappe ab, sondern auch von Schwerpunkt, Hebelarm, Befestigungspunkten und Anzahl der Gasfedern.
Kann ich eine Gasfeder mit etwas anderer Länge verwenden?
Das kann möglich sein, verändert jedoch Öffnungswinkel und Bewegungsablauf. Einbauraum und Befestigungspunkte müssen vorher geprüft werden.
Was bedeutet die Kraftangabe in Newton?
Sie beschreibt die Ausschub- beziehungsweise Zugkraft der Gasfeder. 100 N entsprechen näherungsweise der Gewichtskraft von etwa 10 kg.
Warum verliert eine Gasfeder ihre Kraft?
Mit zunehmendem Alter kann Gas über das Dichtungssystem entweichen. Sinkt der Innendruck, reduziert sich entsprechend die Federkraft.
Welche Gasfeder benötige ich für meine Anwendung?
Unser Technik-Team unterstützt Sie bei der Auswahl. Hilfreich sind eine Zeichnung oder ein Foto der Einbausituation sowie Angaben zu Gewicht, Abmessungen, Hub, Befestigungspunkten und gewünschtem Bewegungsablauf.
Weitere Informationen zu Funktion, Auslegung und Montage finden Sie in unserem FAQ zu Gasdruckfedern.