Druckfedern
Druckfedern für Industrie und Technik
Druckfedern nehmen Kräfte durch Zusammendrücken auf und geben die gespeicherte Energie beim Entlasten wieder ab. Sie werden unter anderem im Maschinenbau, Werkzeugbau, Fahrzeugbau, in der Elektrotechnik, Medizintechnik sowie im Anlagen- und Gerätebau eingesetzt.
Febrotec bietet mehr als 10.000 Druckfedern und verwandte Federelemente in unterschiedlichen Abmessungen, Kräften und Werkstoffen. Das Sortiment reicht von klassischen Schraubendruckfedern über Werkzeugfedern und Kegelfedern bis zu Hochtemperatur-Druckfedern aus Keramik. Für besondere Umgebungsbedingungen stehen außerdem mechanische m-Struts® zur Verfügung.
Viele Standardausführungen sind direkt ab Lager lieferbar. Sollte keine passende Feder verfügbar sein, können Druckfedern auch nach individuellen Vorgaben gefertigt werden.
Welche Druckfeder ist die richtige?
Die geeignete Federart richtet sich vor allem nach Bauraum, Federweg, benötigter Kraft und Umgebungsbedingungen.
Schraubendruckfedern
Schraubendruckfedern sind die am häufigsten eingesetzte Bauform. Sie eignen sich für Anwendungen, bei denen eine definierte Kraft über einen bestimmten Federweg benötigt wird.
Das Febrotec-Sortiment umfasst Schraubendruckfedern aus Federstahl und rostfreiem Edelstahl. Die Auswahl erfolgt unter anderem nach Außen- oder Innendurchmesser, Drahtdurchmesser, unbelasteter Länge, Federkraft und Federrate.
Typische Anwendungen sind Rückstellmechanismen, Ventile, Verriegelungen, elektrische Kontakte sowie Anpress- und Betätigungselemente.
Werkzeugfedern DIN und ISO
Werkzeugfedern sind für hohe Kräfte bei begrenztem Einbauraum ausgelegt. Sie werden vor allem in Stanz-, Press-, Biege- und Umformwerkzeugen sowie in anderen dynamisch belasteten Anwendungen eingesetzt.
Die Auswahl erfolgt anhand von Hülsendurchmesser, Dorndurchmesser, freier Länge, zulässigem Federweg und Belastungsstufe. Werkzeugfedern sind besonders geeignet, wenn hohe Kräfte, viele Lastwechsel und eine kompakte Bauweise erforderlich sind.
Zu den Werkzeugfedern DIN und ISO
Kegelfedern
Kegelfedern, auch konische Druckfedern genannt, besitzen unterschiedliche Windungsdurchmesser. Beim Zusammendrücken können sich die Windungen teilweise ineinanderlegen. Dadurch lässt sich eine besonders geringe Blocklänge erreichen.
Sie eignen sich für Konstruktionen, bei denen ein großer Federweg benötigt wird, aber nur wenig Einbauhöhe zur Verfügung steht.
Hochtemperatur-Druckfedern aus Keramik
Keramik-Druckfedern werden eingesetzt, wenn metallische Federn aufgrund hoher Temperaturen, aggressiver Medien oder besonderer elektrischer Anforderungen nicht geeignet sind.
Die Federn bestehen aus Siliziumnitrid Si₃N₄. Der Werkstoff ist hochtemperaturbeständig, korrosionsbeständig, unmagnetisch und elektrisch isolierend. Typische Einsatzgebiete sind Sensorik, Elektronik, Löttechnik, Medizintechnik sowie Forschungs- und Hochtemperaturanwendungen.
Zu den Hochtemperatur-Druckfedern aus Keramik
m-Struts® als mechanische Alternative zu Gasdruckfedern
m-Struts® erzeugen eine definierte Druckkraft rein mechanisch. Da sie ohne komprimiertes Gas und ohne gasführende Dichtungen arbeiten, eignen sie sich besonders für staubige, verschmutzte, feuchte oder chemisch belastete Umgebungen.
Sie sind in unterschiedlichen Längen, Hüben, Kräften und Werkstoffen erhältlich.
So wählen Sie eine passende Druckfeder aus
Für die Auswahl sollten zunächst die Einbausituation, der benötigte Federweg und die gewünschten Kräfte festgelegt werden.
Wird die Feder in einer Bohrung oder Hülse geführt, ist vor allem der Außendurchmesser wichtig. Bei einer Führung über einen Dorn oder eine Welle muss der Innendurchmesser berücksichtigt werden.
Die Federrate wird in N/mm angegeben. Sie beschreibt, um wie viele Newton sich die Federkraft bei einer zusätzlichen Einfederung von einem Millimeter verändert.
Auch die Belastungsart ist wichtig. Bei dynamischen Anwendungen mit vielen Lastwechseln müssen Federweg und zulässige Belastung besonders sorgfältig geprüft werden.
Federstahl ist eine wirtschaftliche Lösung für trockene Standardanwendungen. Edelstahl bietet eine erhöhte Korrosionsbeständigkeit und eignet sich unter anderem für feuchte Umgebungen. Bei hohen Temperaturen, aggressiven Medien oder besonderen elektrischen und magnetischen Anforderungen können Sonderwerkstoffe oder Keramik-Druckfedern erforderlich sein.
Druckfedern als Sonderanfertigung
Passt keine Feder aus dem Standardprogramm, fertigen wir Druckfedern nach Ihren technischen Vorgaben.
Für eine erste Prüfung benötigen wir möglichst folgende Angaben:
-
verfügbare Einbaulänge,
-
Außen- oder Innendurchmesser,
-
benötigter Federweg,
-
gewünschte Federkräfte,
-
Umgebungsbedingungen,
-
benötigte Stückzahl.
Eine Zeichnung, ein Muster oder ein Foto der Einbausituation erleichtert die technische Abstimmung.
Druckfeder als Sonderanfertigung anfragen
Häufige Fragen zu Druckfedern
Darf eine Druckfeder bis zur Blocklänge zusammengedrückt werden?
Die Blocklänge ist die Länge, bei der die Windungen vollständig oder nahezu vollständig aneinanderliegen. Sie sollte nicht automatisch als regulärer Betriebspunkt verwendet werden. Eine wiederholte Belastung bis zur Blocklänge kann die Lebensdauer reduzieren.
Was kann ich tun, wenn keine Standardfeder passt?
Ist keine passende Lagerfeder verfügbar, prüfen wir gerne eine Sonderanfertigung oder eine alternative Federbauform.
Technische Beratung zur Federauswahl
Sie sind unsicher, welche Druckfeder zu Ihrer Anwendung passt? Unser technisches Team unterstützt Sie bei der Auswahl einer Lagerfeder und bei kundenspezifischen Lösungen.
Senden Sie uns dazu Ihre Einbaumaße, die gewünschten Kräfte, den Federweg und Informationen zu den Umgebungsbedingungen.