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Sicherungsring DIN 472

Artikelnummer Bohrungsdurchmesser Nutdurchmesser Nutbreite Freier Durchmesser Materialdicke Bohrungsdurchmesser Axiale Last Werkstoff Lager
Db Dn b Di t R Fr Verfügbarkeit
[mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [mm] [N]
GesamtSofort
0SRB-008 8 8.4 0.9 8.7 0.8 1 2000 1.1248
67 67
Details / Preise
0SRB-009 9 9.4 0.9 9.8 0.8 1 2000 1.1248
72 72
Details / Preise
0SRB-010 10 10.4 1.1 10.8 1 1.2 4000 1.1248
74 74
Details / Preise
0SRB-011 11 11.4 1.1 11.8 1 1.2 4000 1.1248
74 74
Details / Preise
0SRB-012 12 12.5 1.1 13 1 1.5 4000 1.1248
100 100
Details / Preise
0SRB-013 13 13.6 1.1 14.1 1 1.5 4200 1.1248
100 100
Details / Preise
0SRB-014 14 14.6 1.1 15.1 1 1.7 4500 1.1248
100 100
Details / Preise
0SRB-015 15 15.7 1.1 16.2 1 1.7 5000 1.1248
100 100
Details / Preise
0SRB-016 16 16.8 1.1 17.3 1 1.7 5500 1.1248
100 100
Details / Preise
0SRB-017 17 17.8 1.1 18.3 1 1.7 6000 1.1248
100 100
Details / Preise
0SRB-018 18 19 1.1 19.5 1 2 6500 1.1248
95 95
Details / Preise
0SRB-019 19 20 1.1 20.5 1 2 6800 1.1248
95 95
Details / Preise
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Sicherungsringe nach DIN 472 für Bohrungen

Sicherungsringe nach DIN 472 dienen zur axialen Sicherung von Bauteilen innerhalb einer Bohrung oder eines Gehäuses. Sie werden in eine passend ausgeführte Innennut eingesetzt und bilden dort einen formschlüssigen Anschlag. So lassen sich beispielsweise Wälzlager, Buchsen, Dichtungen, Hülsen oder Deckel gegen axiales Verschieben sichern.

Zur Montage wird der Ring mit einer geeigneten Sicherungsringzange zusammengedrückt, in die Bohrung eingeführt und in der vorgesehenen Nut entspannt. Anschließend muss er über seinen gesamten Umfang vollständig in der Nut sitzen.

DIN 472 legt Anforderungen an Sicherungsringe für Bohrungen sowie an die zugehörigen Nuten fest. Über die Produkttabelle können Sie die passende Ausführung anhand von Bohrungsdurchmesser, Nutabmessungen, freiem Ringdurchmesser, Materialdicke, Montagebohrung, axialer Last und Werkstoff auswählen.

 

Bedeutung der Angaben in der Produkttabelle

Angabe Bedeutung
Bohrungsdurchmesser Db Nenndurchmesser der Bohrung, für die der Sicherungsring vorgesehen ist. Dieser Wert bestimmt die Nennweite des Rings.
Nutdurchmesser Dn Durchmesser am Grund der Innennut. Er ist größer als der Bohrungsdurchmesser und muss zur ausgewählten Ringgröße passen.
Nutbreite b Erforderliche axiale Breite der Nut. Eine zu schmale Nut kann die Montage verhindern; eine zu breite Nut vergrößert das axiale Spiel.
Freier Durchmesser Di Außendurchmesser des unmontierten Sicherungsrings. Er ist größer als der Nenndurchmesser der Bohrung, damit sich der Ring nach der Montage sicher in der Nut verspannt.
Materialdicke t Axiale Dicke des Sicherungsrings. Sie beeinflusst Nutbreite, Bauraum und Tragfähigkeit.
Montagebohrung R Durchmesser der beiden Bohrungen für die Spitzen der Sicherungsringzange. In der Tabelle wird dieses Maß ebenfalls als Bohrungsdurchmesser bezeichnet.
Axiale Last Fr Angegebener Referenzwert für die axiale Belastbarkeit des Sicherungsrings. Die zulässige Last der gesamten Verbindung kann durch Nut, Gehäusewerkstoff, Kantenabstand oder Anlagegeometrie begrenzt werden.
Werkstoff Material des Sicherungsrings. Die angebotenen Standardausführungen bestehen aus Federstahl 1.1248.
Lager Gesamt Gesamter aktuell vorhandener Lagerbestand.
Lager Sofort Stückzahl, die unmittelbar versandbereit ist.

 

Den passenden Sicherungsring auswählen

Gehen Sie bei der Auswahl möglichst in dieser Reihenfolge vor:

  1. Bohrungsdurchmesser bestimmen: Die Nennweite richtet sich nach dem Durchmesser Db der Bohrung beziehungsweise des Gehäusesitzes.

  2. Nutabmessungen prüfen: Nutdurchmesser Dn und Nutbreite b müssen zur gewählten Ringgröße passen. Eine vorhandene Nut sollte sorgfältig gemessen werden.

  3. Einbauraum kontrollieren: Für die Sicherungsringzange und das axiale Einführen des zusammengedrückten Rings muss ausreichend Platz vorhanden sein.

  4. Axiale Belastung bewerten: Berücksichtigen Sie statische, wechselnde und stoßartige Kräfte. Entscheidend ist das schwächste Bauteil der gesamten Sicherungsstelle.

  5. Anlagefläche prüfen: Das gesicherte Bauteil muss ausreichend großflächig am Ring anliegen. Große Fasen oder Radien können die wirksame Auflagefläche verringern.

  6. Umgebungsbedingungen berücksichtigen: Feuchtigkeit, Temperatur, Reinigungsmittel und andere Medien können zusätzliche Anforderungen an Werkstoff und Oberfläche stellen.

Bei hohen Axialkräften, Stößen oder sicherheitsrelevanten Anwendungen müssen auch Nuttragfähigkeit, Gehäusefestigkeit und Anlagegeometrie geprüft werden.

 

Unterschied zwischen DIN 472 und DIN 471

Sicherungsringe nach DIN 472 werden innen in einer Bohrung montiert. Dabei wird der Ring zusammengedrückt und anschließend in der Innennut entspannt.

Sicherungsringe nach DIN 471 werden dagegen außen auf einer Welle eingesetzt und zur Montage aufgeweitet.

Beide Bauarten sind nicht austauschbar. Soll ein Lager, Zahnrad oder anderes Bauteil auf einer Welle gesichert werden, benötigen Sie einen Sicherungsring nach DIN 471.

 

Nut und Gegenbauteil richtig auslegen

Die Nut muss maßhaltig, sauber und gratfrei sein. Ihre Abmessungen beeinflussen Ringsitz und axiales Spiel.

Auch der Abstand der Nut zum offenen Ende der Bohrung muss ausreichend groß sein. Der verbleibende Gehäusebund muss die auftretende Axialkraft aufnehmen können. Bei einem zu kleinen Kantenabstand kann der Bund ausbrechen, obwohl der Sicherungsring selbst noch ausreichend belastbar wäre.

Das gesicherte Bauteil sollte mit einer ebenen Stirnfläche am Ring anliegen. Große Fasen oder Radien reduzieren die wirksame Anlagefläche. Eine steife Zwischenscheibe kann die Kraft gleichmäßiger verteilen.

 

Montage und Demontage

Verwenden Sie eine Zange für Innensicherungsringe, deren Spitzen zum Durchmesser R und zur Ringgröße passen. Drücken Sie den Ring nur so weit zusammen, wie es für das Einführen erforderlich ist. Übermäßiges Zusammendrücken kann eine bleibende Verformung verursachen.

Vor der Montage sollten Ring und Nut sauber und unbeschädigt sein. Nach dem Einsetzen ist zu kontrollieren, ob der Sicherungsring rundum vollständig eingerastet ist. Ein nur teilweise sitzender Ring darf nicht belastet werden.

Zur Demontage wird der Ring mit einer geeigneten Zange zusammengedrückt. Beschädigte, korrodierte oder dauerhaft verformte Ringe sollten nicht wiederverwendet werden.

Während der Montage und Demontage empfiehlt sich eine Schutzbrille, da der vorgespannte Ring bei falscher Handhabung aus der Zange oder Nut springen kann.

 

Typische Anwendungen

Sicherungsringe nach DIN 472 werden unter anderem eingesetzt in:

  • Lager- und Getriebegehäusen,

  • Elektromotoren und Pumpen,

  • Hydraulik- und Pneumatikkomponenten,

  • Rollen, Naben und Kupplungen,

  • Fahrzeug- und Maschinenbaugruppen,

  • Vorrichtungen und technischen Geräten.

Sie ermöglichen eine kompakte, lösbare und wirtschaftliche axiale Sicherung innerhalb einer Bohrung, ohne dass ein zusätzlicher Deckel oder eine verschraubte Halteplatte erforderlich ist.

 

Häufige Fragen zu Sicherungsringen nach DIN 472

Wie wird die richtige Größe bestimmt?

Die Nennweite richtet sich nach dem Bohrungsdurchmesser Db. Zusätzlich müssen Nutdurchmesser Dn und Nutbreite b zur gewählten Ringgröße passen.

Kann der Ring ohne Nut montiert werden?

Nein. Ein Sicherungsring nach DIN 472 benötigt eine passend dimensionierte Innennut, in der er formschlüssig einrasten kann.

Ist Fr die Belastbarkeit der gesamten Konstruktion?

Nein. Fr ist der angegebene Lastwert des Sicherungsrings. Nut, Gehäusewerkstoff, Kantenabstand und Anlagefläche können die zulässige Belastung der kompletten Verbindung reduzieren.

Kann ein Sicherungsring wiederverwendet werden?

Nur wenn er nicht dauerhaft verformt, beschädigt oder korrodiert ist. Bei sicherheitsrelevanten Anwendungen sollte ein neuer Ring verwendet werden.

Welches Werkzeug wird benötigt?

Benötigt wird eine Sicherungsringzange für Innensicherungsringe. Die Zangenspitzen müssen zu den Montagebohrungen R passen.

Weitere Hinweise finden Sie in unserem FAQ zu Sicherungsringen nach DIN 471 und DIN 472.